Familie,  Fotografie,  Homestory,  Neugeborenenportraits

Heute und für immer.

Es ist kaum mehr als sechs Jahre her, da war ich von einer eigenen Geburt noch so meilenweit entfernt, wie jetzt gerade von meiner nächsten. 

Sich vollständig zu fühlen nach drei so eigenen und wundersamen Wegen der Schwangerschaft und der Geburt ist so wundervoll. Alles und alle sind da und nichts fehlt mehr. 

Umso intensiver genieße ich das Beisein, welches ich bei den Familien erleben darf, die ich fotografisch begleite. Der Zauber ist einfach immer der selbe und ich mag glauben, dass ich ihn jetzt, als dreifache Mutter, auf eine ganz wunderbare Art aufsauge und selber ins Schwelgen komme.
Natürlich springen meine Gedanken bei jedem Termin auch zu meinen eigenen Geburten und meine Erfahrungen schwingen mit in der Art, wie ich fotografiere und behutsam um diesen neuen Menschen herum schwebe. 

Das Wochenbett ist eine so sensible und schätzenswerte Lebensphase für alle Beteiligten. Diese Neugier und diese Spannung, die in der Luft liegt. Ruhen und Innehalten und sich kennenlernen in dieser knisternden Atmosphäre. So gleich und dennoch bei jedem Mal so einzigartig. 

 

 

 

 

 

 

 

So schätze ich dieses kostbare Vertrauen, das mir entgegen gebracht wird sehr.

 

Zu gut kann ich mich selber daran erinnern, dass ich selber am liebsten irgendwie alle und keinen an meine Kinder im Wochenbett gelassen habe. Ich hätte wochenlang in dieser Blase aus Babygeruch und vollkommener Zufriedenheit und Stille verharren können. 

Aber irgendwann macht es dann „Puff“ und der Alltag kehrt so langsam ein.

Die Kinder verändern sich – nicht nur als Neugeborene – täglich und ehe man sich versieht ist diese magische Zeit nur noch eine Erinnerung, die wir in unseren Herzen festhalten können. 

 

Es liegt mir sehr am Herzen, die Aufnahmen der Familien im Wochenbett so ungestellt wie möglich anzufertigen.

 

Ihr müsst weder aufräumen oder putzen. Meinetwegen braucht ihr euch auch nicht die Haare kämmen. Wichtig ist, dass ihr euch wohl fühlt und auch noch in 25 Jahren empfinden könnt, was ihr heute empfunden habt. Dass ihr euch und eure Wohnung, eure Kinder und eure Gewohnheiten wieder erkennt und wieder erspüren könnt. Das ist so wertvoll. 

Gerade die markanten und detailreichen Kleinigkeiten stützen unsere Emotionen da sehr und was uns heute vielleicht ärgert, weil es nicht perfekt erscheint, bringt uns Jahre später zum Schmunzeln. 

Das ist echt und das bewegt uns. Heute und für immer.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.