Familie,  Fotografie

Augenhöhe – das ist so viel mehr als sich hinzuknien, oder?

 

 

Augenhöhe – das ist so viel mehr als sich hinzuknien und nur zu gucken.

 

Das ist das Verständnis für ihre Sicht der Dinge, an die ganz vielgestaltige Empfindungen geknüpft sind. Es ist die Empathie und das beidseitige Gefühl gesehen zu werden.
Es ist Wertschätzung und Ernstnehmerei.

 

Und vor allen Dingen ist Augenhöhe unser magischer Zugang zu einer Welt, die wir noch immer im Herzen tragen.
Voller Wunder und bunten Kuriositäten.
Dort ist es warm und riecht nach unvoreingenommener Freiheit.

 

Es ist das Schloss, das wir aus abgegriffenen Bauklötzen bauen mit jeder Menge Betten für alle Prinzessinnen und dem Hubschrauberlandeplatz für die fliegende Kutsche mit glitzernen Rädern, die wir vorbei fliegen sehen, während wir auf dem Teppich nur so da liegen und eine Figur nach der anderen auf die Raufasertapete projizieren.

 

Es sind die Reste des Tages, die du am Abend beim stromern durchs Haus unter dem Esstisch findest.
Die gleichen Reste, die dich staunen lassen und wie aus dem Nichts dein Verlangen nach Aufräumen stoppen.
Artefakte eines lebhaften Hauses, die du nicht zerstören willst.
Wie wertvolle Skulpturen schmücken sie das Haus und strahlen Ruhe und Zufriedenheit aus.

 

 

Es ist das gemeinsame Staunen über alltägliche Banalitäten. Der Schatten an der Wand, die Ameisenstraße durch den Flur auf dem Weg zu einem an gekauten Apfel und die Erkenntnis, dass Regen nass ist.
Unaufhaltsame Freude, die sich breit macht, wenn ein Schmetterling den liebsten Weg des Spazierengehens kreuzt.

Kleine Wunder, die stetig neu entdeckt werden.

 

Es ist der gedankliche Rahmen, in dem du dich bewegst.
Ein offener Geist, der fast unsichtbare Nichtigkeiten so bedeutend macht. Und interessiert dabeibleibt und genießt und einsteigt und sich nährt von all diesen facettenreichen Impulsen des Alltags und dabei selbst bloß Impulsgeber ist.

 

Es ist das Begleiten von Emotionen, so erschreckend empathisch, dass es auch mal wehtun kann.Der Ausdruck von Empfindungen auf vielseitige Arten und Weisen, die dann und wann meist nichts weiter gebieten, als erkannt und benannt zu werden.
Es sind wirkungsvolle Stimmungen, die sich frei und ernstgenommen entfalten können.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es ist das Gefühl, das sich jeden Tag neu einstellt.

 

Das Gefühl, des Gesehen Werdens.

Das Gefühl, der eigenen Wirksamkeit.

Das Gefühl Achtsam zu sein und geachtet zu werden.

Das Gefühl Mensch zu sein und Menschlichkeit zu erfahren.

Das Gefühl, das so viel bedeutender ist als jedes gesagte Wort je bedeuten könnte.

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